Technischer Bericht

DIN 1986 – Bemessung von Entwässerungsanlagen

Regelkonforme Auslegung von Regenwasser- und Schmutzwassernetzen für Industrieareale nach aktuellen Normvorgaben. Die hydraulischen Nachweise und Dichtheitsanforderungen werden auf Grundlage der DIN 1986-100 und DIN 1986-30 für das Werksgelände der v.p.c.b.z. dargestellt.
Technische Zeichnung eines Entwässerungsnetzes mit Rohrleitungen und Schächten
DIN 1986-100 · Abflussbeiwerte · Rückhaltevolumen
Technische Zeichnung eines Entwässerungsnetzes mit Rohrleitungen und Schächten

Technische Regeln für Entwässerungsanlagen

Normative Grundlagen nach DIN 1986

Die v.p.c.b.z. GmbH erstellt als hydrotechnisches Beratungsunternehmen Gutachten und Planungsunterlagen für industrielle Entwässerungssysteme. Grundlage aller Berechnungen ist die DIN 1986-Reihe, die in Deutschland die verbindlichen Anforderungen an Grundstücksentwässerungsanlagen definiert. Für die Bemessung von Regenwasserleitungen auf Industriearealen wird die DIN 1986-100 herangezogen, die Abflussbeiwerte für versiegelte Flächen und Drosselabflüsse vorgibt.

Die DIN 1986-3 regelt die Rückstausicherung von Entwässerungsgegenständen unterhalb der Rückstauebene. Für Tiefgaragen und Produktionshallen mit Untergeschossen sind Hebeanlagen nach dieser Norm zwingend vorzusehen. Die Auslegung der Pumpenleistung erfolgt auf Basis der bemessungstechnischen Abflussspende und der angeschlossenen Flächen. Die Notstromversorgung muss nach DIN 1986-3 für einen Betrieb von mindestens 30 Minuten ausgelegt sein.

Die Dichtheitsprüfung von Grundleitungen nach DIN 1986-30 ist für Neubauten und Bestandsanlagen verpflichtend. Die Prüfintervalle betragen bei öffentlichen Gebäuden 20 Jahre, bei Wohngebäuden 30 Jahre. Die v.p.c.b.z. führt die Prüfungen nach dem Wasserdruck- oder Luftdruckverfahren durch und dokumentiert die Ergebnisse normgerecht. Bei Undichtigkeiten werden Sanierungskonzepte erstellt, die den Anforderungen der DIN 1986-30 entsprechen.

  • DIN 1986-100: Bemessung von Regenwasserleitungen mit Abflussbeiwerten für Industrieflächen
  • DIN 1986-3: Rückstausicherung und Hebeanlagen für Tiefgaragen und Untergeschosse
  • DIN 1986-30: Dichtheitsprüfung von Grundleitungen – Verfahren und Fristen
  • DIN 1986-4: Verwendung von Kunststoffrohren für erdverlegte Leitungen
  • DIN 1986-6: Berechnung des Regenabflusses nach dem Zeitbeiwertverfahren
  • DIN 1986-7: Anforderungen an die Einleitung von Niederschlagswasser in Gewässer

Normenkonforme Entwässerungsplanung beauftragen

Wir erstellen hydraulische Nachweise und Bemessungen nach DIN 1986-100 für Ihre Industrie- oder Gewerbefläche. Auf Wunsch inklusive Dichtheitsprüfung nach DIN 1986-30 und Rückstausicherungskonzept.

Normenkonforme Entwässerungsplanung

Technische Nachweise nach DIN 1986-100, DIN 1986-3 und DIN 1986-30 für gewerbliche und industrielle Liegenschaften. Hydraulische Berechnungen, Rückstausicherung und Dichtheitsprüfung aus einer Hand.

DIN 1986-100
Bemessung Regenwasserleitungen
DIN 1986-3
Rückstausicherung & Hebeanlagen
DIN 1986-30
Dichtheitsprüfung Grundleitungen
Hydraulische Bemessung nach DIN 1986-100
Berechnung der Abflussbeiwerte für versiegelte Industrieflächen, Drosselabflüsse und Rückhaltevolumen. Anwendung der aktuellen Fassung 2022 mit praxisnahen Beispielen für 5-ha-Werksgelände.
Rückstausicherung nach DIN 1986-3
Planung von Hebeanlagen für Tiefgaragen und unterhalb der Rückstauebene liegende Entwässerungsgegenstände. Auswahlkriterien für Pumpenleistung, Notstromversorgung und Gebäudeautomation.
Dichtheitsprüfung nach DIN 1986-30
Durchführung von Wasser- und Luftdruckprüfungen an Grundleitungen. Dokumentation der Prüfergebnisse und Einhaltung der gesetzlichen Prüfintervalle für Bestands- und Neubauten.
Gutachterliche Stellungnahmen
Erstellung von technischen Berichten zur Mängelanalyse und Sanierungsplanung von Entwässerungsnetzen. Bewertung der Standsicherheit und Funktionsfähigkeit bestehender Systeme.
Bestandsaufnahme und Zustandserfassung
Kamerabefahrung von Grundleitungen, hydraulische Berechnung der Nennweiten und Erstellung von Bestandsplänen. Grundlage für die normgerechte Sanierungsplanung.
Beratung zu wasserrechtlichen Vorgaben
Unterstützung bei der Einholung von Einleitgenehmigungen und der Einhaltung der kommunalen Satzungen. Abstimmung mit den zuständigen Behörden und Erstellung der erforderlichen Nachweise.

Technische Grundlagen der Entwässerungsplanung nach DIN 1986

01

Welche Abflussbeiwerte sind für Industrieflächen anzusetzen?

Für versiegelte Industrieflächen (Dächer, Betonflächen) gilt nach DIN 1986-100 ein Abflussbeiwert C = 1,0. Für wasserdurchlässige Beläge (z. B. Rasengittersteine) wird C = 0,5–0,7 angesetzt. Die Wahl des Beiwerts beeinflusst direkt die Bemessung der Regenwasserleitungen und des Rückhaltevolumens.

02

Welche Prüfintervalle gelten für Grundleitungen?

Die DIN 1986-30 schreibt für Grundleitungen in öffentlichen Gebäuden eine Dichtheitsprüfung alle 20 Jahre vor, für Wohngebäude alle 30 Jahre. Bei Neubauten ist die Prüfung vor Inbetriebnahme durchzuführen. Die Prüfergebnisse sind in einem Prüfbericht zu dokumentieren und dem Betreiber zu übergeben.

03

Wann ist eine Hebeanlage erforderlich?

Nach DIN 1986-3 müssen alle Entwässerungsgegenstände, die unterhalb der Rückstauebene liegen (z. B. in Tiefgaragen oder Kellern), über eine Hebeanlage entwässert werden. Die Hebeanlage ist mit einer Notstromversorgung auszurüsten, um bei Netzausfall die Funktion zu gewährleisten. Die Pumpenleistung ist auf den maximalen Zufluss auszulegen.

04

Welche Drosselabflüsse sind bei Regenrückhalteanlagen einzuhalten?

Der zulässige Drosselabfluss wird von der zuständigen Wasserbehörde festgelegt und liegt in der Regel zwischen 10 und 30 l/s pro Hektar befestigter Fläche. Die Bemessung des Rückhaltevolumens erfolgt nach dem Arbeitsblatt DWA-A 117 unter Berücksichtigung der 5-jährigen Regenreihe. Die Drosseleinrichtung muss wartungsarm und frostsicher ausgeführt sein.

05

Welche Anforderungen gelten für die Dichtheitsprüfung im Luftdruckverfahren?

Bei der Luftdruckprüfung nach DIN 1986-30 wird ein Prüfdruck von 0,5 bar aufgebracht. Der Druckabfall darf innerhalb von 15 Minuten maximal 0,1 bar betragen. Das Verfahren eignet sich besonders für Grundleitungen mit geringem Gefälle, bei denen eine Wasserdruckprüfung nicht praktikabel ist. Die Prüfprotokolle sind mindestens bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren.

06

Wie wird die Rückstauebene korrekt ermittelt?

Die Rückstauebene wird gemäß DIN 1986-100 auf Höhe der Straßenoberkante am Anschlusspunkt festgelegt. Liegt die Straßenoberkante nicht vor, ist die Geländeoberkante maßgebend. Alle Entwässerungsgegenstände unterhalb dieser Ebene müssen durch eine Hebeanlage oder Rückstauklappe gesichert werden. Die Rückstauklappe ist regelmäßig zu warten und auf Dichtheit zu prüfen.

Cookie-Einstellungen

Wir verwenden Cookies, damit die Website zuverlaessig funktioniert, grundlegende Auswahl merkt und nuetzliche Seiten erkannt werden. Sie koennen akzeptieren, ablehnen oder die Einstellungen pruefen.